Der Rest ist Österreich

Sonntag, 12.Juli 2026, 20.20 Uhr

Der Vertrag von St. Germain und die Folgen

Der Dokumentarfilm von Walter Seledec erzählt die Ereignisse von 1919 in Spielszenen und mit Originalaufnahmen nach: Der Vertrag von St. Germain regelte die Auflösung Österreich-Ungarns.

Am 10. September 1919 unterzeichneten Österreich und die Alliierten den Vertrag von St. Germain: Aus dem Vielvölkerstaat wurde nach dem Ersten Weltkrieg somit ein Rumpfstaat mit 6,5 Millionen Einwohnern - in der damaligen öffentlichen Meinung kaum lebensfähig. Österreich musste Südtirol und Friaul an Italien abtreten, sowie das Gebiet um Triest. Hinzu kamen Gebietsabtretungen an das neu gegründete Jugoslawien. Österreich musste die Unabhängigkeit Ungarns, der Tschechoslowakei, Jugoslawiens und Polens anerkennen. Auf Kosten von Ungarn erhielt Österreich das größtenteils deutschsprachige Burgenland zugesprochen.
Auf der Seite der Alliierten bei der Pariser Friedenskonferenz: der amerikanische Präsident Woodrow Wilson, Frankreichs Premier Georges Clemenceau, der britische Premierminister David Lloyd George und der italienische Ministerpräsident Vittorio Emanuele Orlando. Die österreichische Delegation unter Staatskanzler Karl Renner glaubt, man könne noch verhandeln. Doch das Schicksal von Deutsch-Österreich ist besiegelt. "Der Rest ist Österreich", dekretiert Clemenceau.